Mechatronische Lösungen
für Aktorik und Sensorik

Länderübergreifender Austausch zur CO2-Neutralität

27.02.2020

Project Zero: dänische Delegation zu Besuch bei schlaeger


Im Rahmen einer mehrtägigen Reise durch ganz Deutschland und in die Metropolregion Nürnberg stattete eine achtköpfige Wirtschafts- und Stadtratsdelegation aus dem dänischen Sonderborg schlaeger einen Besuch ab. Im Rahmen des „Project Zero“ informierten sich die Besucher zum Thema Energieeffizienz und CO2-Neutralität. Seit 2019 produziert schlaeger komplett klimaneutral und ist damit ein unternehmerischer Vorreiter in Sachen umweltfreundliche Produktion. Initiiert wurde das Treffen von Marco von Doschütz-Dietel, Leiter internationale Investorenbetreuung im Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg.

Erfolgreiches Energieeffizienz-Konzept als Modell

Bis zum Jahr 2029 klimaneutral sein – das ist das ehrgeizige Ziel des Project Zero, ein weltweit beachtetes Maßnahmenpaket der Kommune Sonderborg. Anregungen zur Umsetzung bekam die Delegation bei ihrem Besuch bei schlaeger. Geschäftsführer Anton Fuchs informierte die Besucher über das erfolgreiche Energieeffizienz-Konzept des Unternehmens. Dazu gehört seine lange Historie zur Energieeinsparung sowie Maßnahmen in den Bereichen Produktion, Gebäudebetrieb und Wärmemanagement.

Beispiele zur Verbesserung: schlaeger gibt wertvolle Impulse

Neben der starken Reduzierung des Energieverbrauches – um 44 % seit 2010 – beeindruckte die Delegation aus Industrie, Handwerk und Stadtverwaltung vor allem die umfassende Betrachtung der Energieverbraucher bei schlaeger: „Wir haben in jeder Halle und an jedem Prozess Beispiele für Verbesserung aufgezeigt bekommen. Diese Tiefe zeigt, dass ein hohes Verständnis und eine lange Erfahrung im Energieteam steckt“, zeigt sich Pernille Refshauge aus dem lokalen Wirtschaftsbeirat beeindruckt. Als einzelnes Unternehmen hat schlaeger seine hundertprozentige CO2-Neutralität vor allem durch Energieeffizienz und grünen Strombezug erreicht. Die dänische Kommune ist im Moment bei 49 % Neutralität angekommen. „Nun beginnt der schwere zweite Teil der Strecke, den wir bis 2029 abschließen wollen: Private und kommunale Gebäude aber auch Unternehmen hier mitzunehmen, wird eine große Herausforderung“, sagt Gerhard Bertelsen, der als ehemaliger Geschäftsführer von Danfoss Deutschland weiß, wovon er spricht. „Beispiele wie schlaeger zeigen uns, dass es auch bei großen Produktionsfirmen funktioniert  – wenn die Unternehmensführung es auch tatsächlich realisieren will und entsprechend vorangeht. Hier können wir sicher wertvolle Impulse für in Sonderborg ansässige Firmen mitnehmen.“

Intensiver Wissens- und Erfahrungstransfer

In der Diskussion über Wärmeverbunde von Industrie und öffentlichen Einrichtungen, Speichertechnologien, Elektromobilität usw. entstand ein länderübergreifender Austausch. „Das ist genau das, was wir erreichen wollen“, resümiert Anton Fuchs den Besuch der Delegation. „Denn auch wir können bezüglich Klimaschutz noch viel dazulernen.“ Dazu gehört auch, den intensiven Wissens- und Erfahrungstransfer weiterzuführen. Folglich hat Anton Fuchs die Einladung zum Technologie-Parcours des Project Zero in Sonderborg gerne angenommen.

Eine achtköpfige Delegation aus dem dänischen Sonderborg stattete schlaeger einen Besuch ab, um sich im Rahmen ihres „Project Zero“ Anregungen zur klimaneutralen Produktion zu holen.

Anton Fuchs erklärt Marco von Domschatz-Dietl, Tom H. Nielsen und Gerhard Bertelsen (v. l. n. r.) das Energieeffizienz-Konzept von schlaeger.